Nachlese 2018
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Umjubeltes Konzert im Andersen-Haus

Wunderbarer Ausflug in die goldenen 20er Jahre „Das war ein herrlicher Abend, das hat richtig gut getan!“ Das Publikum war nach dem Auftritt des Gesangs-Ensembles „Retroton“ im Andersen-Haus begeistert und feierte die Abschiedsvorstellung des musikalischen Leiters Mirko March mit ausgiebigem Beifall. Der Arrangeur und Pianist führte mit launigen Worten durch den Abend, der dem „ganz normalen Wahnsinn“ gewidmet war. „Du bist als Kind zu heiß gebadet worden“ hieß es gleich zu Beginn – eine Tatsache, die die Männer des Chores entschieden zurückweisen. Die Texte wie „So ein Regenwurm hat´s gut“ sind von charmantem Witz und wurden mit flotten Tönen unterlegt. Die gute Laune ist unvermeidlich, zumal wenn die Schwächen des starken Geschlechts auf´s Korn genommen werden. Da dreht ein gewisser Max Piepenbrink durch, wenn er an „Josefine in der Badekabine“ denkt. Sind die Männer alle Verbrecher? Fast mag man es glauben, wenn man sich die Herrencombo genau betrachtet. „Aber lieb sind sie doch“, flöten die Damen zurück und bekunden textsicher: „Frauen sind keine Engel!“ Ein erster Höhepunkt des Abends ist der Solo-Auftritt von Silke Albrecht, die bekundet, dass sie nachts nicht gern allein sei. „Eine Stimme wie Alexandra, das ging durch und durch“, raunt ein faszinierter Gast. Schnelle Erkenntnis: Frauen sind eben „von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“. Ein Klassiker, bei dem im Publikum schon leise mitgesummt wurde. Wunderbar erklang das Duett von Silke Albrecht und Ute Lander vom „Schönen Gigolo“, während Egbert Möller-Roenisch seiner Margit Linde versicherte „Ich werde jede Nacht von Ihnen träumen!“ Die Zuschauer sangen beim Seemann, den nichts erschüttern kann, kräftig mit oder klatschten kräftig im Rhythmus. Bei „Donna Klara“ zeigte Sylvia Klosinsky ihr herrliches komödiantisches Talent, das bei „Ach, Egon“ den Gästen die Tränen in die Augen trieb. Gefühlvolle Lieder wie „Kleine Konditorei“ (Anke Hansen/Egbert Möller-Roenisch) wechselten sich mit schrägen Nummern wie „Bar zum Krokodil“ rasant ab. Eine Berliner Note bekam der Abend durch Claire Waldorffs „Wer schmeisst denn da mit Lehm!“, den Klaus Peter Thies der politischen Lage im Lande widmete. Weitere Gassenhauer führten in Richtung Ende des Abends. Der viel gelobte Chiantiwein erklang mit Bravour und auch „Funiculi, Funucula“ durfte nicht fehlen. Mit „Ein Freund, ein guter Freund“ endete der Abend fulminant, ehe es als „Zuckerl“ noch den „Grünen Kaktus“ gab. „Das hat soviel Spaß gemacht. Das war so toll! Ihr müsst unbedingt weitermachen!“ hiess es nach der Vorstellung.
> Die „Retrotöner“ suchen in der Tat einen Nachfolger für Mirko March, der als Vollblutmusiker fast unersetzlich ist. Wer die Musik der 20er Jahre schätzt, die Schlager spielen kann und Chorleitererfahrung hat, darf sich gern melden (Thies 04662/4159). Damit es auch im nächsten Jahr einen furiosen Retro-Abend geben kann. „Wir wären natürlich alle wieder dabei“, versicherten die animierten Besucher eindringlich. "Wir leben diese Musik und die Art und Weise, wie sie hier von Retroton dargeboten wurde."
Der musikalische Leiter und Pianist Mirko March hat die Stücke arrangiert.
Mitwirkende: Margit Linde, Anke Hansen, Ute Lander (Sopran), Silke Albrecht, Sylvia Klosinsky (beide Alt), Egbert Möller, Arndt Prenzel (beide Tenor), Ingwer Langholz (Bass) und Klaus Peter Thies (Bariton), am Bass Rainer Klosinsky. Technische Leitung Arne Linde.
 Artikel u.Fotos: Arndt Prenzel   

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