10 Jahre Andersen-Hüs
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Der Ostermooringer Friesenverein Risum-Lindholm hatte am 15.6.2003 zu einer Feierstunde geladen. Der 1. Vorsitzende Thomas Heinsen begrüßte die Gäste. Er brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich Verein und Andersen-Hüs in den letzten 10 Jahren so prächtig entwickelt haben. Es ist alles geworden, wenn nicht gar besser, wie wir es uns vorgestellt haben. Unsere Pläne sind umgesetzt worden, das Haus ist ein Vorzeigeobjekt, nicht nur für den Verein, auch für die Gemeinde, das Dorf und die Friesen. Sprachen und Kulturen im Zusammenleben sollen hier auch in der Zukunft ein Zuhause haben und gelebt werden.

Vom 4. bis 6.6.1993 haben wir das Andersen-Hüs in Klockries der Öffentlichkeit vorgestellt, unseren wahr gewordenen Wunschtraum, unser neues Zuhause, unseren Weg.

Thomas Heinsen bedankte sich noch einmal bei allen die dazu beigetragen haben, das umzusetzen, bei denen die beim Bauen viele Stunden geleistet haben, bei denen die unseren Weg mit gegangen sind und nicht zuletzt bei der NOSPA, der Brandkasse Provinzial und der LBS, für das, was durch deren Sponsoring in den letzten 10 Jahren möglich gemacht worden ist. Vor allem aber bei den Helfern, Vorstand,  Beirat und dem Kulturausschuss, die täglich mit dazu beitragen, dass ein Unternehmen wie unser Andersen-Hüs bestehen kann, denn sie machen das alles Ehrenamtlich.

Dann hatten die „Latje Loosche“ ihren Auftritt, unser Kinderchor.

Hauke Christiansen überbrachte die Glückwünsche der Gemeinde Risum-Lindholm. Das Haus hat eine große Bedeutung, sagte er, als Markenzeichen der Region. Es zeigt 300 Jahre Wohnkultur und war in einem sehr schlechten Zustand, als der Ostermooringer Friesenverein es 1989 kaufte. Der Verein hat viel Mut bewiesen, hervorragende Ideen umgesetzt und dieses Haus mit Leben gefüllt. Das Andersen-Hüs ist für die friesische Kultur unersetzlich, besonders wenn man an die Zukunft denkt.

Auch er bedankte sich für das was hier geleistet worden ist und geleistet wird, bei dem 1. Vorsitzenden und seinem guten Team und wünschte viel Erfolg für die Zukunft. Er hatte natürlich etwas mitgebracht. Die Gemeinde möchte zu den anstehenden Projekt das bevorsteht, das Decken eines großen Teiles des Daches und die Erneuerung zweier Tore, einen Beitrag leisten.

Dann folgte die Gruppe „Kångspal“ mit Musik und Gesang.

Darauf folgten die Grußworte der Gäste. Den Anfang machte Frau Renate Schnack, die Minderheitenbeauftragte überbrachte die Glückwünsche des Landes Schleswig-Holstein. Unter einem Dach inspirierenden Raumes, wie sie sagte, ist im Andersen-Hüs Platz für viele Kulturen, das Alte wird bewahrt und der Verein schaut in die Zukunft. Die Türen sind seit 10 Jahren offen für Jedermann und hier wird den Menschen Identität auf hervorragende Weise nahe gebracht.

Hans Otto Meier, der Vorsitzende des Nordfriesischen Vereins, gratulierte zu 10 Jahren guter Ideen, ehrenamtlichem Wirken und der Bedeutung für das Friesische. Bester Beweis für den Erfolg ist, dass das was hier gemacht wird gut angenommen wird.

Auch die Friisk Foriining war vertreten, durch Ilse Johanna Christiansen. Sie sagte, dass dort wo ein friesisches Herz schlägt, dieses auch ein Zuhause braucht, so wie hier im Andersen-Hüs.

Dr. Alastair Walker überbrachte die Grüße der Wörterbuchstelle an der Chr. Albr. Universität Kiel. Er betonte, das wir stolz sein können auf unser Haus, das 1995 mit den 1. Preis ausgezeichnet wurde, dem Bundespreis für Handwerk in der Denkmalpflege. Er selbst kommt immer wieder gerne hier her, als Ehrenmitglied des Vereins und mit seinen Studenten.

Pastor Spießwinkel hob hervor, dass das Andersen-Hüs ein ganz besonderes Objekt und Projekt sei, als kulturelles Zentrum für Risum-Lindholm und weit darüber hinaus. Die Arbeit die hier geleistet wird ist unbezahlbar.

Günter Jappsen gratulierte im Namen seines Vereins in Niebüll-Deezbüll und der Wiedingharde. Er wünschte für die Zukunft viele junge Menschen, die das was geschaffen worden ist fortsetzen mögen.

Petra Hansen überbrachte die Glückwünsche des Friesenrates und des HGV Risum-Lindholm. Sie freut sich besonders darüber, dass die Arbeit, die von Jahr zu Jahr zugenommen hat, in einem sehr rührigen Verein so aktiv angenommen wird. Sie überbrachte einen Teil der großen Fahne, die beim Friesenschopping genäht worden war, wie alle Redner etwas mitbrachten. Dafür bedankte sich der 1. Vorsitzende am Ende. Er schloss ab mit den Worten: Das Andersen-Hüs soll vom Leben leben.

Dann gab es belegte Brote und ein Glas Wein. Es war ein gemütlicher Nachmittag und das was gesagt wurde darf ein guter Grund sein diese Arbeit fortzusetzen, mit einem Auge für die Vergangenheit und einem Auge für die Zukunft, mit all unseren Sinnen für unsere Heimat und unsere Identität. Eben dazu ist das Andersen-Hüs zur rechten Zeit auf den richtigen Weg gebracht worden.

 Sönke Namanny
     


Juli 2012                     © 2001 Andersen-Hüs/Knudsen                  Home