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Der
Anfang
Am Anfang stand der Gedanke, das Haus in seiner Einmaligkeit zu
erhalten. Dann folgten kühne Vorstellungen, wie vorzüglich und
von welchem Nutzen diese Kulturstätte für das Friesische sein könnte.
Dem Reiz sich vorzustellen was möglich und machbar wäre, stand
eine hohe Hürde im Wege: die Frage der Finanzierbarkeit. Es
gehörte Mut und Entschlossenheit dazu, dieses Projekt anzugehen.
Zuerst wurde ein Nutzungsplan erstellt, dessen Bedeutung für den
Fortbestand von Sprache und Kultur Anerkennung fand von Gemeinde-
über Kreis- und Landesebene. Letztlich zogen viele Hände an
einem Strang, um den Erwerb, den Umbau und die Folgekosten zu
sichern. Das Haus gehört dem 1911 gegründeten Ostermooringer
Friesenverein, Es ist kultureller Mittelpunkt der friesischen Sprache
und Kultur in der Bökingharde. Der Verein ist 1983 neu organisiert
worden und benötigte dringend ein Zuhause für seine Gruppen, den
Friesenlerchen, dem Kinderchor, dem Kinderorchester, der
Trachtentanzgruppe, der Chronikgemeinschaft mit den gesammelten
Materialien, der Frauengruppe, die Trachten näht, der Redaktion der
eigenen Zeitung, der Theatergruppe und die Vorstandssitzungen. Vor allem
dient das Haus der wirksamen Entfaltung der Kultur und zur Stützung der
friesischen und plattdeutschen Sprache. Der Verein ist in den folgenden
Jahren von 78 auf 520 Mitglieder angewachsen. Mit dem Erwerb und Beginn
der Restaurierung des Andersen-Hauses im Dezember 1989 wurde ein
hervorragender Beitrag zum Erhalt einer wertvollen Bausubstanz
geleistet.
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Wie kam es zu dem Haus?
Es war in schlechtem baulichen Zustand und eigentlich eine
Nummer zu groß für den Verein. Dann mussten die Gelder für den
Erwerb, die Restaurierung und vor allem die Folgekosten
sichergestellt werden. Das Haus stand und steht unter
Denkmalschutz. Bei einem Gesamtvolumen von 1,2 Mio. DM wurden
85% der Summe in Form von Zuschüssen gewährt. Den Rest der
Umbaukosten, fast 180.000,- DM, haben Vereinsmitglieder und
Helfer in Eigenleistung aufgebracht. Eine tolle Leistung.
Hierbei sind die Verdienste des 1. Vorsitzenden, des
Bauausschusses und des Architekten besonders zu würdigen. Die
Folgekosten werden zu einem geringen Teil von der öffentlichen
Hand und hauptsächlich von Sponsoren getragen, die mit dem
Ostermooringer Friesenverein Verträge haben. Dies sind die
Sparkasse Nordfriesland, die Provinzial Versicherung und die
Landesbausparkasse. Mit der Vermietung eines Raumes an den
Nordfriesischen Verein wurde eine weitere Lücke geschlossen. Das
Haus ist schuldenfrei, wird ehrenamtlich verwaltet und
bewirtschaftet.
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1. Preis
Das Haus wurde 1996 mit dem 1. Preis für Handwerk in der
Denkmalpflege ausgezeichnet. Am Medieninteresse zeigt sich,
welchen Stellenwert das Objekt hat, vor allem im kulturellen
Bereich. Den Gästen ist es ein Stück Vergangenheit, das sie auch
von innen erleben dürfen, eine sinnvolle und vielfältige
Konzeption. Es ist ein Haus, das mit Leben erfüllt ist.
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